Mymuesli geht auch offline und macht in Kaffee
Vor fünf Jahren wurden die drei Mymuesli-Gründer
noch belächelt. Heute sind Max Wittrock, Philipp
Kraiss und Hubertus Bessau weiter auf Erfolgskurs
und zwar on- und offline. Denn mittlerweile gibt
es das Unternehmen mit den Müslis zum Selbermischen
auch als Ladengeschäfte. Einmal in München am
Viktualienmarkt, dann in Regensburg und in Passau
an der Rosengasse. Die drei Männer studierten noch,
als ihnen beim Zuhören eines Radiospots über Müslis
im Auto die Idee mit der eigenen Firma kam. Bis
zur Realisierung dauerte es aber noch eine Weile. Am
30. April 2007 schließlich war es soweit. Mymuesli
ging online an den Start. Ganz zu Beginn mischten
die drei Jungunternehmer die Müslis noch von Hand,
was sich geändert hat. Eine eigens für die Firma
entwickelte Maschine mixt nun die von den Kunden
georderten Müslis. Doch es gibt auch fertige Mischungen.
Schokomüsli, Mangomüsli, Espressomüsli, Nussmüsli
oder Blaubeermüsli gibt es sogar in der Becher-Version
"to go". Die herkömmlichen Müsli-Dosen, die auch
ins Ausland und an Hotels geliefert werden, sind groß.
Rund 30 Zentimeter und unübersehbar. Die Unternehmer
gehen mit der Zeit und erfinden sich dauernd neu.
Es gibt laufend neue Bio-Müsli-Mischungen wie die
Kickstart für Women oder die Matcha-Version mit
grünem Tee und Pistazien. Das Beerenmüsli entspricht
der vollmundigen, schwelgerischen Beschreibung
im Internet auf der Website. Es ist tatsächlich rot und
die Himbeeren darin wirken wie frisch gepflückt.
Das Kickstart-Müsli für Frauen soll lange satt machen.
Das Schoko-Müsli schmeckt sehr schokoladig. Was
macht den Erfolg der drei Unternehmer aus? Max
Wittrock glaubt an die Reichweite der Blogs, die
wohlwollend mit dem Star-up-Unternehmen im Internet
umgegangen sind. Auch Preise heimsten die drei ein.
Und sie schafften es, sogar in der Finanzkrise zu wachsen.
Ganz neu mischt mymusli nun auch beim Kaffee mit.
In München gibt es ein Green Cup Coffee - Ladenlokal.
Die Firma fährt zweigleisig mit ganz neuen
Herausforderungen. Ladeneröffnungen bedingen
Geschäftsgenehmigungen und eröffnen die Möglichkeit,
die Kunden besser kennenzulernen und zu erforschen.
Max Wittrock studierte Jura in Passau und wäre
übrigens gerne Lokaljournalist geworden.
(c) Corinna S. Heyn